Sperrkonto in Deutschland: Was es kostet | Ein Visa-Leitfaden für Antragsteller aus Kanada, Großbritannien, den USA und Australien
- Gastautor
- 4. Mai
- 2 Min. Lesezeit

Ein Sperrkonto ist in Deutschland für viele Visakategorien, darunter Arbeits-, Jobsuche- und Studentenvisa, ein erforderlicher Finanznachweis. Dieses Konto belegt, dass Sie über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, um Ihren Lebensunterhalt während Ihres Aufenthalts in Deutschland ohne staatliche Unterstützung zu bestreiten. Visumantragsteller aus Drittstaaten, darunter aus Großbritannien, den USA und Australien, müssen in der Regel vor ihrem Botschaftstermin ein Sperrkonto eröffnen und die Kontoinformationen als Teil ihrer Visumunterlagen einreichen.
Unzureichende finanzielle Mittel oder fehlerhafte Unterlagen für Ihr Sperrkonto können zu Verzögerungen oder zur Ablehnung Ihres Visums führen. Nach Ihrer Ankunft in Deutschland werden die örtlichen Behörden Ihren Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel weiterhin überprüfen, insbesondere wenn Sie eine Aufenthaltserlaubnis beantragen.
Was ist ein gesperrtes Konto (Sperrkonto)?
Ein Sperrkonto ist ein spezielles Bankkonto für Visumantragsteller, auf dem das eingezahlte Geld bis zu Ihrer Einreise gesperrt wird . Nach Ihrer Ankunft in Deutschland können Sie monatlich einen festgelegten Betrag abheben.
Sie können nicht das gesamte Guthaben auf Ihrem Konto auf einmal abheben. Deutsche Botschaften und Ausländerbehörden betrachten ein Sperrkonto als verlässlichen Nachweis dafür, dass Sie über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, um in Deutschland ohne staatliche Unterstützung leben zu können.
Mindestanforderungen an die finanziellen Mittel für deutsche Visumantragsteller
Sperrkonten sind vor allem für Studentenvisaanträge relevant, insbesondere für solche mit längerer Aufenthaltsdauer. Die erforderlichen Mindestmittel betragen derzeit 11.904 € pro Jahr bzw. 992 € pro Monat und basieren auf dem BAföG-Satz, der den Richtwert für den typischen Mindestbetrag zur Deckung der grundlegenden Lebenshaltungskosten festlegt.
Für andere Visa gelten unterschiedliche Mindestanforderungen an die finanziellen Mittel, darunter die „ Opportunity Card “, die Arbeitnehmern aus Drittstaaten eine Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitssuche in Deutschland gewährt. Für dieses Visum benötigen Sie mindestens 13.092 € oder 1.091 € monatlich. Alternativ erfordert das 6-monatige Visum zur Arbeitssuche 6.546 € oder denselben monatlichen Betrag. Die Zusammenarbeit mit einem Anwalt für Ausländerrecht in Berlin kann Ihnen helfen, den genauen Betrag zu ermitteln, den Sie auf Ihrem Sperrkonto benötigen, um Verzögerungen zu vermeiden.
Aufschlüsselung der Kosten für gesperrte Konten für Expats
Sie müssen zwar den Mindestbetrag für die Einzahlung auf Ihr Sperrkonto festlegen, sollten aber auch die weiteren anfallenden Gebühren berücksichtigen. Die meisten Anbieter von Sperrkonten erheben verschiedene Gebühren, darunter eine Einrichtungsgebühr, eine monatliche Gebühr, eine Sicherheitsleistung und Gebühren für internationale Überweisungen.
Diese Kosten variieren je nach Anbieter. Es empfiehlt sich, mindestens 150 € für diese Gebühren, einschließlich Einrichtung und Wartung, einzuplanen. Beachten Sie, dass einige Anbieter eine Gebühr für die schnelle Ausstellung von Bestätigungsdokumenten erheben können und dass Sie möglicherweise einen ungünstigen Wechselkurs berücksichtigen müssen.
So funktioniert das Sperrkonto nach Ihrer Ankunft in Deutschland
Nach Ihrer Ankunft in Deutschland wird Ihr gesperrtes Konto aktiviert. Es gibt ein monatliches Abhebungslimit, das in der Regel 992 € für Studierende mit Visum beträgt. Das restliche Guthaben auf Ihrem Konto bleibt bis zu einem späteren Zeitpunkt oder bis zur Kontoschließung gesperrt .
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