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“Entgrenzt” - Neue anwaltliche Migrationsrechtstage des RAV in Jena

Bild eines Zauns

Der Republikanischer Anwältinnen - und Anwälteverein e.V. (RAV) ruft eine neue Veranstaltungsreihe im Migrationsrecht ins Leben. Vom 12. bis 14. Juni 2026 findet in Jena erstmals der anwaltliche Migrationsrechtstag statt. Unter dem Namen „Entgrenzt“ sollen Jurist:innen, Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen zusammenkommen. Die Tagung will zeigen, wie Recht, Gesellschaft und Migration aufeinanderprallen, und wo neue Wege für gesellschaftliches Handeln entstehen können. Dabei geht es nicht nur um Paragraphen, sondern auch um die sozialen, kulturellen und ethischen Dimensionen des Rechts. Organisiert wird das Event von bekannten Anwält*innen wie RAin Berenice Böhlo, RA Peter Fahlbusch und RA Ünal Zeran.


Neuer Teil der bestehenden Konferenzstruktur

Die neuen Jenaer Migrationsrechtstage ergänzen ein bereits bestehendes Netz an Veranstaltungen, die sich dem Thema Migrationsrecht in Deutschland widmen. Sie unterscheiden sich in ihrer Ausrichtung, Methodik und Zielgruppe, bieten aber allen Akteur:innen die Möglichkeit, Wissen auszutauschen und neue Perspektiven zu gewinnen.


Die Jenaer Migrationsrechtstage fügen sich damit in die folgenden bestehenden Tagungen zum Migrationsrecht ein:


Hohenheimer Tage zum Migrationsrecht

Die Hohenheimer Tage zum Migrationsrecht sind eine der traditionsreichsten Veranstaltungen in Deutschland. Seit 1985 treffen sich hier Wissenschaftler:innen, Praktiker:innen, Vertreter:innen von Verwaltung und Rechtsprechung, Medien, Kirchen sowie Wohlfahrtsverbände und Gewerkschaften aus dem In- und Ausland. Ziel der Tagung ist es, Migration aus einer humanitären Perspektive zu beleuchten und zukunftsfähige politische Lösungen zu diskutieren.


Die Hohenheimer Tage zeichnen sich durch eine christliche Prägung aus, die Migration unterstützt, ohne dabei die Interessen des Gemeinwohls aus den Augen zu verlieren. Die Veranstaltung wird seit jeher von Caritas, Diakonie und dem DGB-Landesbezirk mitgetragen und zählt heute zu den bedeutendsten ausländerrechtlichen Tagungen Deutschlands. 


Speyerer Migrationsrechtstage

Die Speyerer Migrationsrechtstage folgen einem stärker akademischen Ansatz. Wissenschaftliche Vorträge werden hier durch Praxisstatements ergänzt und regen intensive Diskussionen an. Die Veranstaltung richtet sich an Vertreter:innen von Verwaltung, Rechtsprechung, Anwaltschaft, Migrationsberatung und ehrenamtlich Tätige. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Constanze Janda vermitteln die Speyerer Tage Methodik und Didaktik im Migrationsrecht und legen besonderen Wert auf die Verbindung von Theorie und Praxis. Die Tagungen finden in der Aula der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer statt und bieten eine Plattform für fundierte Analysen, neue Forschungsergebnisse und praxisnahe Lösungsansätze.


Aktivistisch geprägte Treffen

Neben den großen, etablierten Konferenzen existieren zahlreiche kleinere, regional organisierte Treffen mit aktivistischem Schwerpunkt. Beispiele sind die Migrationsrechtlichen Tage 2025 in Nordrhein-Westfalen, kleine Treffen in Bayern oder Schleswig-Holstein, sowie der Arbeitskreis Migrationsrecht in Berlin. Diese Treffen richten sich ausschließlich an Rechtsanwält*innen.


Neben den genannten Tagungen gibt es zahlreiche kleine Arbeitskreise sowie eine ganze Reihe an kommerziellen Treffen


Fazit Tagungen im Migrationsrecht

Mit den neuen anwaltlichen Migrationsrechtstagen „Entgrenzt“ in Jena schafft der RAV ab 2026 ein spannendes neues Forum, das das bestehende Konferenzangebot (insbesondere für Rechtsanwält*innen) im Migrationsrecht sinnvoll ergänzt. Während etablierte Tagungen wie die Hohenheimer und die Speyerer Migrationsrechtstage vor allem wissenschaftlich geprägt sind, etabliert der RAV wieder ein aktivistisch geprägtes Format. Damit leistet die neue Veranstaltungsreihe nicht nur einen fachlichen, sondern auch einen wichtigen gesellschaftspolitischen Beitrag.

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