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Diplomaten als Dichter: Witziger Skandal im Intranet des Auswärtigen Amts


Ein bisserl holprig, ein bisserl frech, aber vor allem: ein herrlicher Sturm im Wasserglas. Das Auswärtige Amt (AA) hat einen neuen Skandal. Doch was war passiert? Im internen Magazin des Auswärtigen Dienstes, „InternAA“, erschien ein Schmähgedicht über zwei prominente Ex-Minister, die wir alle noch gut in Erinnerung haben. Unter dem Titel „Ken & Barbie“ bekam das Duo Baerbock/Habeck sein Fett weg. Von „feministischer Außenwelt“ über „selbstgestrickte Pullover“ bis hin zur „Hochglanzschminke“ war das Gedicht zwar nicht unbedingt gut, aber immerhin unterhaltsam. Es offenbart, dass auch im Außenministerium offenbar nicht alle immer einer Meinung sind.


Wortlaut Schmähgedicht Auswärtiges Amt 

Der Wortlaut des witzigen Schmähgedicht um Annalena Baerbock und Robert Habeck lautet wie folgt:


“Heizung aus, Pullover an, selbst gestrickt, von Mann zu Mann.

Die Außenwelten, feministisch gedacht, die Welt zu retten, doch nicht jeder, hat gelacht.

Ein Kinderschreck im Höhenflug, Politik, ganz wie ein schlechtes Buch, ein Land, das sucht, das strebt, fragt sich, wohin der Weg nun geht.

Mit Hochglanzschminke um die Welt, das Haar, immer perfekt gewellt, Hochglanzreden, ohne Geschick, hatte die Menschen, nicht mehr im Blick.

Die Wurzeln einst so tief im Grund, doch Wandel kam, die Zeit war bunt, Ein grüner Baum der Frieden trug, verlor den Pfad, den einst er schlug.

Sein Schritt eilt voraus, bloß nicht nach Haus, der Abstieg zum Schluss, Philosophie, im Außen Ausschuss.

Und sie, die Heimat verlässt, auf zum Big Apple, welch ein Fest, ein Job ergaunert, ganz elegant, das Volk frohlockt, nun ist sie verbannt.

So ziehen sie weiter, die beiden, so heiter, wir winken ihnen zu, nun haben wir Ruh.

SIGGIG, im April 2025”


Viel Lärm um wenig Versmaß

Die Reaktion aus dem Amt folgte prompt und – wie könnte es anders sein – bierernst. Von „sexistischen Narrativen“ und „infamer Diffamierung“ ist die Rede. Die Redaktion löschte den Text hastig und entschuldigte sich für den „unschönen Fehler“. Unsere Meinung dazu? Mal ehrlich: Wer Politik macht, muss auch mal ein (zugegebenermaßen etwas holpriges) Gedicht aushalten. In einer Welt voller Paragrafen, Visa-Vorschriften und diplomatischer Etikette ist ein bisschen Satire doch eine willkommene Abwechslung. Aus Anwaltsperspektive kann das Auswärtige Amt ein bisschen Auflockerung durchaus gebrauchen. 


Die Highlights der „Diplomaten-Lyrik“

Besonders amüsant finden wir die juristische Note, die mitschwingt: Der „ergaunerte“ Job: Dass Annalena Baerbock nun im „Big Apple“ die UN-Vollversammlung leitet, scheint den Verfasser besonders zu fuchsen. Auch, dass Robert Habecks Weg ins dänische Forschungsinstitut als „Abstieg“ besungen wird, ist durchaus amüsant. Man muss kein Fan der Grünen sein, um zu erkennen: Hier wurde mit spitzer Feder das aufgeschrieben, was im Flurfunk des Amtes vermutlich ohnehin gemurmelt wird. 


Fazit: Mehr Humor wagen!

Wir bei Visaguard betreuen täglich Mandanten im Dschungel der Bürokratie. Wenn dort alles so kreativ und leidenschaftlich zugehen würde wie in der „InternAA“-Redaktion (auch wenn es mal danebengeht), wäre der Behördenalltag deutlich unterhaltsamer. Das Gedicht wurde inzwischen gelöscht, aber das Internet vergisst nie. Und wir? Wir winken „Ken & Barbie“ heiter hinterher und freuen uns, dass es im Auswärtigen Amt offensichtlich doch noch Menschen aus Fleisch und Blut gibt – und nicht nur Textbausteine.

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