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Woher weiß ich, welche Unterlagen für meinen Visumantrag benötigt werden?

vor 7 Stunden
3 Min. Lesezeit

Wer ein deutsches Visum beantragen möchte, steht häufig zunächst vor einer ganz praktischen Frage: Welche Unterlagen muss ich eigentlich einreichen?

Arbeitsvertrag, Hochschulabschluss, Krankenversicherung, Geburtsurkunde, Mietvertrag, Finanzierungsnachweis – je nach Visumkategorie können ganz unterschiedliche Dokumente erforderlich sein. Gleichzeitig finden sich im Internet zahlreiche Checklisten, Merkblätter und Erfahrungsberichte, die teilweise unterschiedliche Angaben enthalten.


Dabei gibt es inzwischen einen sehr einfachen Weg, um sich einen guten Überblick über die benötigten Unterlagen zu verschaffen: das Auslandsportal des Auswärtigen Amts.


Woher weiß ich, welche Unterlagen für meinen Visumantrag benötigt werden?

Unser praktischer Tipp lautet: Erstellen Sie einfach einen Account im Auslandsportal und beginnen Sie dort den entsprechenden Antrag.


Das bedeutet noch nicht, dass der Antrag sofort abgeschickt werden muss.

Im Portal wählen Sie zunächst das richtige Land beziehungsweise die zuständige deutsche Auslandsvertretung sowie die passende Antragsart aus. Anschließend werden bereits vor der eigentlichen Antragstellung verschiedene Fragen zum konkreten Fall gestellt.

Auf Grundlage dieser Angaben zeigt das Portal anschließend an, welche Informationen und Dokumente für den jeweiligen Antrag benötigt werden.


Damit lässt sich das Auslandsportal praktisch auch als interaktive Checkliste für die Vorbereitung eines Visumantrags verwenden.


Muss ich den Antrag dafür bereits abschicken?

Nein. Genau das macht diese Vorgehensweise so praktisch.

Wer beispielsweise erst einmal wissen möchte, welche Unterlagen für eine Blaue Karte EU, ein Fachkräftevisum, ein Studentenvisum oder einen Familiennachzug erforderlich sind, kann den entsprechenden Vorgang zunächst im Auslandsportal anlegen und die Vorfragen beantworten.


Dadurch bekommt man wesentlich schneller ein Gefühl dafür, welche Nachweise später verlangt werden, und kann mit der Beschaffung der Dokumente beginnen.

Gerade bei Unterlagen, deren Beschaffung länger dauert, kann das viel Zeit sparen.


Warum ist das besser als irgendeine Checkliste aus dem Internet?

Allgemeine Checklisten können hilfreich sein. Sie haben allerdings einen entscheidenden Nachteil: Die erforderlichen Unterlagen hängen vom konkreten Antrag ab.

Es macht beispielsweise einen erheblichen Unterschied, ob eine Person eine Blaue Karte EU, ein Visum für eine Berufsausbildung, ein Visum zum Familiennachzug oder eine Aufenthaltserlaubnis für eine andere Erwerbstätigkeit beantragen möchte.

Auch die zuständige Auslandsvertretung kann für die praktische Antragstellung eine Rolle spielen.


Deshalb empfehlen wir, nicht ausschließlich mit allgemeinen Checklisten von Blogs, Foren oder älteren Merkblättern zu arbeiten. Wer ohnehin einen Antrag stellen möchte, kann stattdessen direkt den tatsächlichen Vorgang im Auslandsportal anlegen.


Wie gehe ich konkret vor?

Das Vorgehen ist denkbar einfach:


  1. Account im Auslandsportal des Auswärtigen Amts erstellen.

  2. Das richtige Land und die zuständige deutsche Auslandsvertretung auswählen.

  3. Die richtige Visum- beziehungsweise Antragskategorie auswählen.

  4. Die Vorfragen zum persönlichen Fall beantworten.

  5. Prüfen, welche Informationen und Dokumente das Portal anschließend verlangt.


Wichtig: Nur weil ein Vorgang im Portal angelegt wurde, muss er nicht sofort eingereicht werden. Man kann das Portal zunächst nutzen, um den Antrag vorzubereiten und herauszufinden, welche Unterlagen noch fehlen.


Bedeutet die Dokumentenliste, dass damit garantiert alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind?

Nein. Hier muss zwischen zwei Fragen unterschieden werden.

Die erste Frage lautet: Welche Unterlagen möchte die Behörde für den Antrag sehen? Hierfür ist das Auslandsportal ein sehr hilfreicher Ausgangspunkt.

Die zweite Frage lautet: Sind die gesetzlichen Voraussetzungen für die Erteilung des Visums tatsächlich erfüllt? Das ist eine rechtliche Frage, die sich nicht allein anhand einer Upload-Liste beantworten lässt.


Ein Dokument kann beispielsweise formal vorhanden sein, ohne dass es die entsprechende gesetzliche Voraussetzung tatsächlich nachweist. Ebenso können in einem konkreten Einzelfall zusätzliche Nachweise sinnvoll oder erforderlich werden.

Das Auslandsportal ersetzt deshalb keine rechtliche Prüfung des Einzelfalls. Für die praktische Vorbereitung eines Antrags ist es aber außerordentlich hilfreich.


Unser Tipp: Erst im Auslandsportal nachsehen, dann Unterlagen sammeln

Bevor Sie stundenlang im Internet nach der richtigen Dokumentenliste suchen, können Sie daher einen sehr einfachen Weg ausprobieren:


Registrieren Sie Ihren konkreten Fall im Auslandsportal, wählen Sie die richtige Auslandsvertretung und Antragsart aus und beantworten Sie die Vorfragen. Anschließend sehen Sie unmittelbar, welche Dokumente und Informationen für den weiteren Antrag benötigt werden.


Damit haben Sie eine auf Ihren Antrag zugeschnittene Ausgangsbasis und können systematisch mit der Vorbereitung beginnen.


Wir beraten internationale Fachkräfte, Unternehmen und Familien bei der Beantragung deutscher Visa und Aufenthaltstitel. Bei komplexeren Fällen prüfen wir nicht nur, welche Unterlagen eingereicht werden müssen, sondern insbesondere, ob die rechtlichen Voraussetzungen des jeweiligen Aufenthaltstitels erfüllt sind und wie der Antrag gegenüber der zuständigen Behörde sinnvoll begründet werden kann.

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