Allaboutberlin veröffentlicht hilfreiches Tool zur Messung der Wartezeiten beim Landesamt für Einwanderung (LEA)
- Isabelle Manoli

- vor 22 Stunden
- 3 Min. Lesezeit

Im Kontext der Arbeitsmigration nach Deutschland spielt die Transparenz über behördliche Abläufe eine immer größere Rolle. Für internationale Fachkräfte und Unternehmen, die mit VISAGUARD zusammenarbeiten, sind belastbare Informationen zu Bearbeitungszeiten inzwischen ein entscheidender Faktor für die Planung von Beschäftigungsbeginn, Aufenthaltstiteln und Relocation-Prozessen. Genau an dieser Stelle setzt das neue Tool von AllAboutBerlin an: „Foreigners Office Waiting Times“ bietet erstmals eine datenbasierte Übersicht zu durchschnittlichen Wartezeiten bei der Berliner Ausländerbehörde, dem Landesamt für Einwanderung (LEA).
Größte nicht behördliche Datensammlung
Das Tool basiert auf hunderten anonymen Rückmeldungen von Antragstellerinnen und Antragstellern. Damit entsteht ein realistisches Bild davon, wie lange einzelne Schritte des Verfahrens tatsächlich dauern – und zwar differenziert nach Aufenthaltszweck und nach Abteilung. Für Mandantinnen und Mandanten von VISAGUARD ist das ein enormer Mehrwert, weil die Dauer der Verfahren erfahrungsgemäß stark schwankt und nur selten konkrete Prognosen von der Behörde selbst erhältlich sind. Selbst als Anwalt, der viele Verfahren gleichzeitig bearbeitet, sind die Wartezeiten häufig schwer abzuschätzen.
Besonders hilfreich ist die Unterteilung in vier Prozessabschnitte. Zunächst wird sichtbar, wie viel Zeit zwischen dem Versand der vollständigen Unterlagen und der ersten Reaktion des LEA vergeht. Nach den gemeldeten Erfahrungswerten reicht dieser Zeitraum von rund neun Tagen bis hin zu vier Monaten; der Durchschnitt liegt bei etwa sechs Wochen. Dieser erste Abschnitt ist oft besonders kritisch, weil Unternehmen und Fachkräfte hier regelmäßig auf Rückmeldungen angewiesen sind, um den weiteren Verlauf der Aufenthaltssicherung zu planen.
Der zweite Abschnitt umfasst die Phase nach der ersten Antwort des LEA. Auch hier zeigt das Tool klare Durchschnittswerte: Die Rückmeldungen bewegen sich zwischen acht Tagen und zwei Monaten. Damit schafft das Tool eine realistische Erwartungshaltung darüber, wie schnell die Bearbeitung nach der ersten Sichtung der Unterlagen voranschreitet.
Wartezeiten Terminvergabe Landesamt für Einwanderung (LEA)
Von zentraler Bedeutung ist zudem der Einblick in die Wartezeiten bis zum persönlichen Termin bei der Ausländerbehörde. Die Erfahrungswerte zeigen: Zwischen der Terminvergabe und dem tatsächlichen Termin vergehen im Durchschnitt rund sechs Wochen. In der Praxis erleben Mandanten hier besonders lange Unsicherheiten, denn Verzögerungen bei der Terminierung wirken sich unmittelbar auf Arbeitsaufnahmen, Vertragsbeginn und Mobilitätsentscheidungen aus. Auch die Phase der Kartenabholung (elektronischer Aufenthaltstitel (eAT)) wird abgebildet, womit das Tool den gesamten Verfahrensablauf nachvollziehbar macht.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Nutzerinnen und Nutzer nicht nur die eigenen Erfahrungen teilen, sondern auch sehen können, welcher Aufenthaltstitel in welchem Department beantragt wurde. Diese granularen Daten sind für VISAGUARD strategisch wertvoll. Sie ermöglichen etwa eine genauere Einschätzung, wie sich bestimmte Antragswege – darunter Blaue Karte EU, Aufenthaltstitel für Fachkräfte mit Berufsausbildung, Aufenthalte zu Studienzwecken oder Familiennachzug – auf die Gesamtbearbeitungsdauer auswirken. Dadurch wird es leichter, Mandantinnen und Mandanten bereits zu Beginn eines Verfahrens eine verlässliche Orientierung zu geben.
Fazit zum Wartezeiten-Tool von allaboutberlin
Aus Sicht der Praxis zeigt das Tool, wie relevant Transparenz im Verwaltungsverfahren geworden ist. Die Ausländerbehörde kommuniziert solche Wartezeiten nur selten aktiv; daher schließen Community-basierte Instrumente eine wichtige Informationslücke. Für Unternehmen, die internationale Fachkräfte einstellen möchten, bietet diese Datenbasis eine wertvolle Planungsgrundlage für den Onboarding-Prozess. Für Fachkräfte selbst reduziert die zusätzliche Transparenz Stressmomente und schafft eine realistische Vorstellung davon, wie ihr Verfahren ablaufen wird.
Die Einbindung des Tools in die Beratungsabläufe von VISAGUARD ist daher naheliegend. Der Verfahrensstart kann besser antizipiert, Verzögerungen können frühzeitig eingeplant und Fristen realistischer prognostiziert werden. Gleichzeitig ermöglicht das Tool, Mandantinnen und Mandanten aktiv darum zu bitten, ihre eigenen Erfahrungen beizutragen. Auf diese Weise verbessert sich die Datenqualität fortlaufend – und damit auch die Planbarkeit für alle Beteiligten. Das AllAboutBerlin-Tool zeigt eindrucksvoll, welchen Mehrwert datengestützte Transparenz für internationale Fachkräfte, Arbeitgeber und Rechtsberaterinnen und Rechtsberater hat.



