Stimmen zum #Ausländerbehördenquartett
- Isabelle Manoli

- 9. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Das #Ausländerbehördenquartett hat in den vergangenen Wochen für unerwartet viel Wirbel gesorgt. Zahlreiche Anwältinnen, Sozialarbeiterinnen, Verwaltungsmitarbeiter*innen und viele andere, die tagtäglich mit dem deutschen Migrationssystem zu tun haben, haben ihre Begeisterung über das Spiel geteilt. Für viele war es eine überraschend treffende, humorvolle und zugleich bittere Momentaufnahme des Behördenalltags, die genau den Nerv der Community getroffen hat. Die Mischung aus satirischer Überzeichnung und realistischer Erfahrung hat das Spiel schnell zu einem kleinen Kultobjekt gemacht.
Wir haben unzählige Zuschriften erhalten, teils mit langen Erfahrungsberichten, teils mit kurzen, aber umso eindringlicheren Reaktionen. So groß die Freude über diese Resonanz ist, so unmöglich ist es leider, all diese Stimmen im Rahmen eines Beitrags abzubilden. Um dennoch einen Eindruck zu vermitteln, möchten wir zumindest drei der Rückmeldungen vorstellen – stellvertretend für viele andere, die gezeigt haben, dass das #Ausländerbehördenquartett weit mehr ist als nur ein Spiel: Es ist ein Spiegel der Realität, der zum Lachen, zum Kopfschütteln und manchmal auch zum Nachdenken einlädt.
Das #Ausländerbehördenquartett als satirischer Witz
Viele Menschen haben das Ausländerbehördenquartett verständlicherweise zunächst als Spaß verstanden. Das ist bei der generellen Aufmachung des Spiels auch so gewollt. Michelle D. aus Berlin schreibt etwa zum Ausländerbehördenquartett: “Grüße vom demütigen Dino - Er hat 2 Kartenspiele empfangen und ist tierisch glücklich. Und gleichzeitig froh, bereits ausgestorben zu sein. Mit diesen Ausländerbehörden will er nichts am Hut haben” (siehe Artikelbild oben). Michelle greift damit vor allem den humorvollen Aspekt des Spiels auf. Danke für deine Zuschrift Michelle. Schön, dass dir das Spiel gefällt!
Das #Ausländerbehördenquartett als Weihnachtsgeschenk
Das Ausländerbehördenquartett wird dieses Jahr wohl auch unter vielen Weihnachtsbäumen liegen. Dementsprechend schreibt Hannah H. aus Aachen zum Ausländerbehördenquartett: “Was ein tolles Kartenspiel. Mein Mann ist Verwaltungsmitarbeiter im Bürgerbüro der Stadt Aachen, das wird ein tolles Weihnachtsgeschenk!” Hannah will das Quartett also vor allem verschenken. Auch dafür ist das Spiel natürlich perfekt - schließlich ist es kein Zufall, dass das Spiel genau an Weihnachten erscheint ;-).
Das #Ausländerbehördenquartett als Transparenzmeachnismus
Auch auf gesellschaftskritischer Ebene kommt das Spiel gut an: Viele Immigraitonsexpert*innen haben uns kontaktiert, um auszudrücken, wie toll es ist, auch mal eine Laienperspektive auf die Migrationsverwaltung zu bieten. Eine anonyme Fachanwältin aus Berlin hat uns in diesem Sinne geschrieben: “Tolles Spiel, Mirko! Endlich mal eine Möglichkeit, der Öffentlichkeit auf verständliche Art und Weise zu zeigen, was hinter den verschlossenen Türen einer Ausländerbehörde passiert.”
Fazit: Stimmen zum Ausländerbehördenquartett
Die zahlreichen Rückmeldungen zeigen vor allem eines: Das Ausländerbehördenquartett hat seinen Weg weit über die juristische Fachwelt hinaus gefunden und begeistert Menschen mit völlig unterschiedlichen Hintergründen. Für die einen ist es ein humorvolles Spiel, das den Behördenalltag auf überraschend treffende Weise satirisch überzeichnet. Für andere ist es ein originelles Geschenk für Kolleginnen und Freundinnen, die beruflich mit Verwaltung oder Migration zu tun haben. Und für viele Fachleute schließlich ist es ein kleiner, aber wirkungsvoller Transparenzmechanismus, der Missstände sichtbar macht, die sonst hinter verschlossenen Türen bleiben. Damit erfüllt das Quartett gleich mehrere Funktionen zugleich: Es bietet Spielspaß, lädt zum Lachen ein, schafft Wiedererkennungswert – und ermöglicht gleichzeitig einen niedrigschwelligen, zugänglichen Blick auf ein komplexes System. Genau diese Mischung macht seinen besonderen Reiz aus.
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