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Deutsche Auslandsvertretung in Tunis nach Sturmschäden wieder geöffnet


Schwere Regenfälle und Sturzfluten legten den Großraum Tunis lahm und zwangen die Deutsche Botschaft dazu, ihre Pforten für zwei Tage komplett zu schließen. Über 400 Termine im Visa- und Passwesen verdampften im wahrsten Sinne des Wortes im Regen, was insbesondere Saisonkräfte und Studenten in akute Bedrängnis brachte. 


Die Rückkehr zur Normalität und das Prioritätsverfahren

Seit dem 22. Januar ist der Betrieb in der deutschen Vertretung in Tunis wieder angelaufen. Für die Betroffenen ist dies zunächst eine Nachricht des Aufatmens, doch die juristische und organisatorische Aufarbeitung der Ausfälle erfordert nun kühle Köpfe. Als spezialisierte Kanzlei für Visumsrecht beobachten wir genau, wie die Behörden in solchen Krisensituationen reagieren, da die Antragsteller auch bei höherer Gewalt einen Bescheidungsanspruch haben. Die Botschaft hat angekündigt, alle betroffenen Antragsteller proaktiv zu kontaktieren, um prioritäre Ersatztermine zu vereinbaren. Hierbei setzt die Vertretung auf verlängerte Öffnungszeiten und zusätzliche Schalterkapazitäten, um die Welle an Nachholterminen abzufangen. Es ist ein Kraftakt, der zeigt, wie wichtig eine flexible Konsularinfrastruktur in Zeiten zunehmender Wetterextreme geworden ist. Für die Antragsteller bedeutet dies vor allem eines: Geduld ist gefragt.


Warum Doppelbuchungen den Prozess gefährden

Ein häufiger Fehler, den wir in unserer Beratungspraxis nach solchen Unterbrechungen beobachten, ist der Versuch der Antragsteller, das Schicksal durch die Erstellung neuer Profile im Online-Buchungssystem selbst in die Hand zu nehmen. Die Botschaft hat hierzu eine deutliche Warnung ausgesprochen: Wer neue Profile anlegt, riskiert Dubletten, die das System verlangsamen und die Zuweisung der begehrten Prioritätstermine massiv verzögern können. Aus rechtlicher Sicht ist die Einhaltung der vorgegebenen Kommunikationswege in dieser Phase durchaus anzuraten, um den Anspruch auf die bevorzugte Behandlung nicht zu gefährden. Ein kleiner Lichtblick besteht für jene, die in den letzten 59 Monaten bereits biometrische Daten abgegeben haben. Diese bleiben gültig, sodass für viele Reisende eine erneute Erfassung der Fingerabdrücke nicht notwendig sein wird, was den Prozess am Schalter erheblich beschleunigt.


Unterstützung durch professionelle Begleitung

Wir raten unseren Mandanten dringend dazu, Pufferzeiten einzuplanen, da herkömmliche Reiseversicherungen die Schließung von Konsulaten aufgrund von Unwettern meist nicht abdecken. Der Anstieg der Visumanträge in Tunesien um 12 % im vergangenen Jahr – vor allem getrieben durch den Bedarf an Fachkräften in der Pflege und Berufsausbildung in Bundesländern wie Bayern oder Nordrhein-Westfalen – erhöht den Druck auf das System zusätzlich.


In Phasen, in denen Botschaftskalender durch plötzliche Schließungen extrem komprimiert werden, wird die korrekte Aufbereitung der Unterlagen zum entscheidenden Zeitvorteil. Wenn Termine knapp sind, darf kein formaler Fehler zur Ablehnung oder weiteren Verzögerung führen. Wir sehen in der Kombination aus juristischer Expertise und effizienten Abwicklungstools den sichersten Weg, um auch nach unvorhergesehenen Unterbrechungen schnellstmöglich ans Ziel zu kommen. 


Fazit unserer Kanzlei

Die Wiedereröffnung der Botschaft in Tunis ist ein wichtiges Signal für die deutsch-tunesischen Mobilitätsströme. Dennoch mahnt dieser Vorfall zur Vorsicht: Verlassen Sie sich bei der Planung wichtiger Auslandseinsätze oder Umzüge niemals auf eine lückenlose Verfügbarkeit konsularischer Dienste. Eine proaktive Vorbereitung der Dokumente und die strikte Befolgung der offiziellen Anweisungen zur Termin-Reaktivierung sind nun das Gebot der Stunde. Sollten Sie unsicher sein, wie sich diese Verzögerungen auf Ihren spezifischen Fall oder Ihre Aufenthaltsgenehmigung auswirken, stehen wir Ihnen als Kanzlei gerne beratend zur Seite.


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