Der große VISAGUARD Jahresrückblick 2025: Was ist 2025 im deutschen Migrations- und Visumsrecht passiert?
- Isabelle Manoli

- 31. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Das Jahr 2025 war für VISAGUARD und die gesamte Migrationslandschaft in Deutschland besonders dynamisch. Zahlreiche neue Entwicklungen, politische Entscheidungen und rechtliche Debatten haben das Feld geprägt. Auf fachlicher Ebene standen vor allem die Abschaffung der sogenannten „Turbo-Einbürgerung“ (inklusive entsprechender “Last-Minute-Fälle”) und die hitzigen Diskussionen um die „Work-and-Stay Agentur“ (WSA) im Fokus. Diese Debatten verdeutlichen, wie sensibel und komplex das Thema Einbürgerung und Aufenthaltsrecht nach wie vor ist. Gleichzeitig beschäftigten uns die andauernden Herausforderungen durch das europäische Entry-Exit-System (EES), Visaverschärfungen insbesondere für russische Staatsangehörige und die sogenannten “IU-Fälle”.
Dauerbrenner Untätigkeitsklage und Fiktionsbescheinigungen
Besonders relevant blieben 2025 auch Dauerbrenner wie die Untätigkeitsklagen im Einbürgerungsverfahren, die immer wieder aufzeigen, wo bürokratische Hürden und Verzögerungen bestehen. Auch das Thema Einklagen von Fiktionsbescheinigungen nach §123 AufenthG wurde wieder viel diskutiert. Auf behördlicher Ebene haben vor allem Fälle von Korruption in München sowie die kontroversen Skandale wie „Liebe im LEA“ das Jahr stark geprägt. Im Gerichtsbereich sorgten einzelne ausländerfeindliche Aussagen in Gera und die Abschaffung des Remonstrationsverfahrensverfahrens für Schlagzeilen. Im Bereich Visa-Litigation waren insbesondere rechtliche Siege gegen rechtswidrige Grenzkontrollen und nicht eingehaltene Bescheidungszusagen spannend.
Gerichtsverfahren bei VISAGUARD 2025
Für unsere Kanzlei bedeutete 2025 ein intensives Jahr voller Gerichtsverfahren. Ob Einbürgerung, Visumrecht oder Aufenthaltsfragen – wir konnten viele Mandantinnen und Mandanten erfolgreich unterstützen und zahlreiche Verfahren gestalten. Besonders im Fokus standen Verfahren zu Untätigkeitsklagen, Anfechtungsklagen gegen Ablehnungsbescheide im Visumverfahren und einstweilige Anordnungen zur Ausstellung von Fiktionsbescheinigungen. Die wachsende Anzahl an Verfahren spiegelt eindeutig die steigende Nachfrage nach professioneller rechtlicher Unterstützung in der Migrationspraxis wider.
Neben der fachlichen Arbeit im Gerichtssaal haben wir unsere Mandantinnen und Mandanten durch fundierte Beratung und umfassende Betreuung begleitet. Der direkte Austausch und das Vertrauen, das uns entgegengebracht wird, war in diesem Jahr wichtiger denn je.
Technische Fortschritte: Digitalisierung und neue Tools 2025
Auch auf technischer Ebene ist im Migrationsrecht im Jahr 2025 viel geschehen. Das Landesamt für Einwanderung in Berlin hat seine Online-Antragsmöglichkeiten massiv ausgebaut, und diese Systeme funktionieren nun endlich (relativ) zuverlässig. Auch im Visumbereich wurden große Fortschritte erzielt: Mit dem neuen Auslandsportal können Antragstellende ihre Prozesse deutlich einfacher und schneller online erledigen. Gleichzeitig hat die EU das Digitale Entry-Exit-System (EES) eingeführt, das die Kontrolle und Verwaltung von Ein- und Ausreisen modernisiert und vereinheitlicht. Für 2026 ist zu erwarten, dass die Digitalisierung noch weiter an Fahrt gewinnt, insbesondere im Zusammenhang mit der geplanten Einführung der Work-and-Stay-Agentur. Neue digitale Services und Schnittstellen werden es ermöglichen, Arbeitsaufenthalte effizienter zu beantragen und zu verwalten.
Fazit Jahresrückblick 2025 Migration und Visumsrecht
2025 hat gezeigt, wie dynamisch das Migrationsrecht in Deutschland ist und wie wichtig kontinuierliche fachliche, technische und projektbezogene Arbeit bleibt. Wir danken allen Mandantinnen und Mandanten, Partnerinnen und Partnern sowie unserem gesamten Team für ein erfolgreiches Jahr. Gemeinsam haben wir viel erreicht – und 2026 gehen wir mit ebenso viel Engagement, Leidenschaft und Expertise neue Herausforderungen an.



